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März 2018
Frohsinn und Heiterkeit beim Bockbierfest von Tell Thansüß

Die Kirwajugend des Schützenvereins „Tell“ landete mit dem Bockbierfest im erneut gefüllten Saal des Vereinsheims einen Volltreffer. Kirwaleit Weißenbrunn, Feuerwehren Kaltenbrunn und Weiherhammer waren stark vertreten.

Einen Fastenprediger brauchen die Thansüßer wirklich nicht. Denn sie sorgten mit Theater, Sketch und Wettsägen für Kracher. Bei der Feier der „goldenen Hochzeit“ gratulierten auch der Bürgermeister und der Vorsitzende des Hopfen- und Bierbrauvereins Thansüß. Dies führte aber zu Komplikationen, weil der Jubelbräutigam und Vereinskassier schlecht hörte. Dann passierte ihm auch noch das Missgeschick, als er statt der Flasche Schnaps das Weihwasser erwischte. Das Laienschauspieler-Sextett setzte die Szenen originell um.

Eine Mordsgaudi war das von Jonas Graf moderierte, von Kirwajugendchef Jakob Kummer organisierte Holzwettsägen. Zehn Paare traten dazu an. Selbst Zimmerermeister Moritz Lobenhofer musste feststellen, dass die Zugsäge eben keine Motorsäge ist. Auch die Weiherhammerer hatten dreimal das Nachsehen. Ins Finale kamen Lukas Forster und Martin Stangl, aber mit 76 Sekunden unterlagen sie klar den Siegern Eckhard Neumann, Schickenhof, und Adrian Graf, Weickenricht, die in der Rekordzeit von 36 Sekunden die Scheibe vom Maibaumstamm sägten. Dafür gab es eine Kiste Bier.

Dann das mit Spannung erwartete „Dorfgespräch“. Zuerst war der „Gaßbauern-Heiner“ dran. „Der frühere Studiendirektor an der landwirtschaftlichen Berufsschule kann von seiner Pension nicht leben, der hat ja schon einen neuen Job! In seiner Hofeinfahrt steht ja jetzt öfter der Blitzer von der Kommunalen Verkehrsüberwachung. Da bekommt er bestimmt Provision von der Gemeinde. Der braucht das Geld wirklich, weil er auf eine Lama-Ranch spart.“ Und: „Gott sei Dank blitzen die nicht auf`m Mauerhof-Highway. Für den Kilometer zum Gottfried-Feldspatwerk hätte dem Luke auch der Gabelstapler gereicht, oder zur Not auch das Milchauto.“ Der Roboter im Melkstand auf dem „Malerhof“ sei schon der Knaller. Der werde refinanziert, wussten Andreas Luber und Moritz Lobenhofer. „Der „Grier“ (Philipp Grünbauer) und seine Corinna haben zu Hause angebaut, das ist genau ausgerechnet. Der Roboter wird genau 18 Jahre abbezahlt und solange gibt`s fürs zweite Kind Kindergeld – dös is doch a schua unterwegs.“ Auf die Schippe nahmen die Thansüßer auch den Seidl-Toni mit seinem Kauf des alten Hofs auf der Gass, aus dem er nichts wegschmeißen wollte. Nicht verschont blieb auch Jonas Wurzer, der mit seiner Anna im neuen Haus einen Friseursalon eröffnen will und aufpassen soll, dass er mit seinem Dachgarten nicht in den Strahlenbereich des neuen Funkmasten gerät. Für den Sanitärmann Jonas Graf dürfte es kein Problem sein: „Heißwasserschlauch an den Thermomix seiner Maria ran, dann gibt`s halt jeden Tag Maggi-Tütensuppe!“ Schließlich: „Junggesellen - die braucht doch keiner. Nachwuchs würden wir schon wieder im Dorf brauchen!“

Text und Bild: Siggi Bock




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