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April 2019
Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2018 für Vilseck und Freihung...

...eine der sichersten Bereiche in Bayern!

Zum jährlichen Sicherheitsgespräch hatte Bürgermeister Norbert Bücherl neben den verantwortlichen Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Auerbach, Erster Polizeihauptkommissar (1.PHK) Manfred Weiß, sowie von der Polizeistation Vilseck, Polizeihauptkommissar Arnold Schäffler, auch Bürgermeisterkollegen Hans-Martin Schertl von der benachbarten Stadt Vilseck ins Freihunger Rathaus geladen.

Hierbei präsentierten die beiden leitenden Polizeibeamten die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2018 getrennt für den Dienstbereich der Polizeiinspektion Auerbach (Stadt Auerbach, Markt Königstein, Gemeinden Edelsfeld und Hirschbach) bzw. der Polizeistation Vilseck (Stadt Vilseck und Markt Freihung). Insgesamt ist die PI Auerbach für circa 22 500 Einwohner zuständig. Zusätzlich leben noch 15 000 US-Amerikaner im Zuständigkeitsbereich, die sich aus den Angehörigen des US-Militärs samt den zivilen Angestellten und auch deren Angehörigen zusammensetzen.

Im anschließenden Gespräch gingen die beiden Dienststellenleiter im Detail auf die Kriminal- und Unfallverkehrsstatistik der beiden Kommunen des letzten Jahres ein. Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Auerbach seien laut der neuesten Statistik im vergangenen Jahr insgesamt 537 (529) Verbrechen und Vergehen, davon 230 (233) im Bereich der Polizeistation Vilseck registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Straftaten im Bereich von Vilseck geringfügig um 3 Fälle. Dabei stieg die Aufklärungsquote 2018 im gesamten Bereich der PI Auerbach auf 73,92 % (Vorjahr 73,1 %). Diese Zahlen weisen eine relativ hohe Quote im Vergleich zu den Aufklärungsquoten im Regierungsbezirk Oberpfalz mit 68,3 % bzw. bayernweit mit 64,5 % auf.

Bei der Betrachtung der einzelnen Straftatengruppen konnte glücklicherweise festgestellt werden, dass sich im Jahr 2018 erneut kein Tötungsdelikt ereignete. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mussten 21 (11) Fälle bearbeitet werden, wobei darunter auch Delikte wie die Verbreitung pornografischer Schriften und exhibitionistische Handlungen fallen. Allerdings musste in acht (3) Fällen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt werden, die erfreulicherweise allesamt aufgeklärt werden konnten. Die Rohheitsdelikte, zu denen unter anderem Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung gehören, sanken im Vergleich zum Vorjahr erneut um 7 Fälle auf 104 (111) Taten. Die Aufklärungsquote ist hierbei mit 86 % sehr hoch. In diesen Bereich fallen insbesondere 18 (10) Fälle von schwerer und gefährlicher Körperverletzung. Im Bereich der einfachen Köperverletzung konnte ein Rückgang um 11 Straftaten auf 55 (66) verzeichnet werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Straftaten im häuslichen Bereich sowie Auseinandersetzungen im Freizeitbereich mit vorherigen Alkoholkonsum. Außerdem kam es im Jahr 2018 erneut zu zwei Raubdelikten, die leider noch nicht aufgeklärt werden konnten. Die Diebstahlsdelikte sind um 11 Fälle auf 112 (101) Fälle angestiegen. Bei den sogenannten einfachen Diebstählen ist ebenfalls ein leichter Anstieg um 6 auf 73 (67) Taten zu verzeichnen. Die Anzahl der Ladendiebstähle blieb wie in den beiden Jahren zuvor mit 13 Fällen sowie die der Wohnungseinbrüche mit fünf Fällen konstant. Hierbei appellierten die beiden Dienststellenleiter an die Bevölkerung, jegliche auffällige Beobachtungen umgehend an die Polizei zu melden. Die Anzahl der Fahrraddiebställe hat um zwei auf 9 (7) Fälle zugenommen. Auffallend sei hierbei, dass zumeist die Eigentümer leichtfertig die Fahrräder ohne Sicherungsmaßnahmen abgestellt und es somit den Dieben besonders leicht gemacht hatten.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Fälle von Vermögens- und Fälschungsdelikten erneut um weitere 9 Fälle auf 56 (63) zurückgegangen. Hierbei liegt die Aufklärungsquote bei herausragenden 96 % (85 %). Betrugsdelikte reduzierten sich um 7 Fälle auf 37 (44), wobei der Schwerpunkt mit 15 Delikte beim Waren- und Warenkreditbetrug lag. Bei den sonstigen Straftaten wie Sachbeschädigungen ist nach dem deutlichen Anstieg im Jahr 2017 die Fallzahl um 23 auf insgesamt 79 erfasste Fallzahlen rückläufig. Die Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen ging ebenfalls um zwei Fälle auf 27 zurück. In diesem Bereich iost die Polizei ebenfalls stark auf die Mithilfe der Bevölkerung mit entsprechenden Zeugenaussagen angewiesen. Die weiteren Sachbeschädigungen wie Schmierereien oder Beschädigungen fremden Eigentums sonstiger Art haben exakt um die Hälfte gegenüber 2017 auf 20 Fälle abgenommen. Bei den Rauschgiftdelikten musste man im Stationsbereich Vilseck eine deutliche Zunahme um 9 auf 30 Fälle verzeichnen, die aber allesamt aufgeklärt werden konnten.

Zusammenfassend stellte 1.PHK Weiß fest, dass die Kriminalitätsbelastung in unserer Region nach wie vor als absolut niedrig einzustufen ist. Da auch die Aufklärungsquote mit einem Wert von 73 % außerordentlich hoch sei, und wesentlich über dem bayerischen und oberpfälzischen Wert liegt, leben die Bürgerinnen und Bürger im Schutzbereich der PI Auerbach mit der PSt Vilseck in einer der sichersten Gegenden in Bayern.

Die Verkehrsunfallstatistik weise aus, dass im Jahr 2018 im Dienstbereich der PI Auerbach und der PSt Vilseck 593 (580) Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen wurden. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein geringfügiger Anstieg um 2,2 %. Ein Großteil davon, nämlich 417, waren Kleinunfälle. Bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden konnte ein geringfügiger Rückgang auf 64 (70) Unfälle verzeichnet werden. Die Anzahl der Verletzten sank ebenfalls um 9 auf 82. Dankeswertweise gab es 2018 keinen tödlichen Verkehrsunfall, nachdem 2017 noch 3 Verkehrstote zu beklagen waren. Auch haben sich die Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden von 118 auf 112 reduziert. Dagegen nahm die Anzahl bei den Kleinunfällen auf 417 (392) geringfügig um 6,4 % zu. Den größten Anteil mit 62 % nahmen hierbei Wildunfälle mit 262 (224) Fällen ein. Besonders erfreut zeigten sich die Polizeibeamten, dass es in den vergangenen sechs Jahren keinen Schulwegunfall zu verzeichnen gab. Dies dürfte auch ein positiver Effekt der intensiven Verkehrserziehung in den Schulen und Kindergärten sein.

2018 mussten im Zuständigkeitsbereich der PI Auerbach 74 (81) Unfälle mit Fahrerflucht registriert werden, wobei 29 Verursacher ermittelt werden konnten. Bei den meisten derartiger Unfälle handelt es sich um typische Parkrempler. Hierbei muss die Polizei vermehrt den Eindruck gewinnen, dass derartige Unfälle von den Verursachern als Kavalierdelikt betrachtet werden. Bei einem „unerlaubten Entfernen vom Unfallort“ handelt es sich um eine Straftat, die enorme juristische Folgen nach sich ziehen kann.

Die sogenannten Fahranfänger, im Alter zwischen 18 bis 24 Jahre, verursachten 26 (27) Unfälle mit Personen- bzw. schwerwiegendem Sachschaden. Die 17-jährigen Jugendlichen, die im Programm „begleitendes Fahren“ im Straßenverkehr mit deren Begleiter unterwegs sind, spielen hierbei ein absolut untergeordnete Rolle und hat sich bestens bewährt, resümierte PHK Schäffler.

Schwerpunkt in der Verkehrsüberwachung im Inspektionsbereich nimmt seit der Übernahme der Leitung durch 1.PHK Manfred Weiß vor knapp 15 Monate die Verkehrskontrollen hinsichtlich Alkohol am Steuer und Drogenfahrten ein. Durch verstärkte Polizeikontrollen konnten 28 (17) Kraftfahrzeugführer „aus dem Verkehr gezogen werden“, bevor es zu einem Unfall kam. 16 Mal (8) konnte die Polizei eine Trunkenheitsfahrt verhindern, indem sie vor Fahrtantritt den Fahrzeugschlüssel sicherstellte. In 25 (6) Fällen leitete die Polizei ein Verfahren ein, weil die Verkehrsteilnehmer unter Drogeneinfluss ein Kraftfahrzeug geführt haben. Dies stellt einen eklatanten Anstieg um über 300 dar und zeigt eindeutig den Schwerpunkt in der Verkehrsüberwachung auf.

Zur Bekämpfung der Unfallursache „überhöhe bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit“ war das Laserhandmessgerät der PI Auerbach im Jahr 2018 insgesamt 77 (123) Stunden im Einsatz. Gegen 40 (679 Fahrer wurde eine Bußgeldanzeige erstattet, was neben einem Bußgeld auch mit entsprechenden Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg bzw. mit Fahrverbote verbunden sein kann.

Die beiden Bürgermeister bedankten sich für die ausführliche Information und Überlassung der umfangreichen Berichtsmappe. Des Weiteren versicherten die Rathauschef gegenüber den beiden Polizeibeamten weiterhin eine gute, intensive Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Polizei mit den beiden Kommunen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung zu. Die sinkende Zahl der Vergehen und Verbrechen sowie die hohe Aufklärungsquote seien das Verdienst der engagierten Polizeibeamten in der Region.




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